Start Up Energy Transition Tech Festival 2018 im kurzen Rückblick

Vilisto auf der Open Pitch Stage

Open Pitch Stage beim Start Up Energy Transition Tech Festival in Berlin

Das Start Up Energy Transition Tech Festival klingt nach einem Ort, an dem man die neuesten Trends bei Startups für die Energiewende entdecken kann. Wo geht die Entwicklung hin, was ist besonders angesagt und welche Startups sind besonders interessant? So hat sich das Tech Festival in der zweiten Auflage größer und internationaler präsentiert.

Gleich in zwei Räumen haben vor allem die europäischen Acceleratoren ihre Startups gezeigt. Naja, eigentlich waren es vor allem wieder die bekannten deutschen Acceleratoren mit größtenteils bereits bekannten deutschen Startups. Von außerhalb Europas kam nur das Kenya Climate Innovation Center mit drei Startups und das Partnerland Kanada mit einem Startup. Wer die Startups noch nicht kannte, hatte dafür die Gelegenheit neben dem Infostand auch an einer offenen Pitch-Bühne in Aktion zu erleben. Alles in dem gleichen lauten, vollen Raum – ein Festival eben mit vielen Leuten. Für die Vernetzung und Auffrischung von Bekanntschaften war dieser enge Raum jedoch ideal, man konnte anderen kaum aus dem Weg gehen. Weitere Möglichkeiten zur Vernetzung und Kontaktaufnahme gab es in Workshops von Investor-Gesellschaften oder von Acceleratoren.

Keynotes im Kinosaal

SET Tech Fest Keynote J. Zhu Scott

Keynote von Jennifer Zhu Scott: Building a circular future using blockchain technology

Wer keine Lust darauf hatte, konnte sich mit dem Hauptprogramm auf der erstmals eingerichteten Main Stage befassen. Diese war räumlich getrennt und ließ durch den großen Kinosaal eher Konferenz-Charakter aufkommen. In seiner Eröffnungs-Keynote fiel auf, dass das Bekenntnis zur Energiewende von E.ON CEO Johannes Teyssen bei jeder Rede deutlicher ausfällt. Im Gegensatz zur Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft Ende Januar hat er dieses mal aber eher positive Worte für die Blockchain parat gehabt. Essentiell für den Erfolg ist nach seinen Worten vor allem der Fokus auf den Kunden. Mal sehen, was den Worten in der Praxis folgen wird.

Weitere Keynotes folgten von Trent Mc Conaghy über die spannende Kombination von Blockchain und künstliche Intelligenz für Nature 2.0, dem Upgrade zur Wieder der Zivilisation. Hatte ich in der Verbindung so auch noch nicht gehört. Oder Jennifer Zhu Scott über Blockchain-Technologie für eine Kreislaufwirtschaft. Klingt nach viel Hype für die Blockchain. Interessant waren auch die Gedanken von Dr. Christian Rauch über künstliche Intelligenz als Hilfe für eine nachhaltige Entwicklung. Schließlich ist Technologie per se weder gut noch böse, es kommt darauf an was wir daraus machen. Ach ja und neben Panel-Diskussionsrunden haben sich die 18 Finalisten im Start Up Energy Transition Award noch in einem kurzen Pitch vorgestellt und den die Fragen der Jury beantwortet.

Festliche Preisverleihung im alten Kohle-Kraftwerk

Gewinner des SET-Award 2018 auf der Bühne im Kraftwerk

Diese 18 Finalisten waren auch im Mittelpunkt des Abendprogramms, das erst am nächsten Tag stattfand. Der einfache Grund für den zeitlichen Versatz war die Kombination mit dem Berlin Energy Transition Dialogue BETD und mit der Blockchain Konferenz (da war wieder der Hype) Event-Horizon. So gab es am Abend eine einmalige Mischung von Startups, Politik, Verbände und Blockchain-Geeks für die Preisverleihung mit internationalen Laudatoren, wie Katherine Hamilton, Clean Energy Expertin aus den USA und mir stimmlich bekannt vom Energy Gang Podcast, Adnan Amin von der IRENA und Christoph Frei vom Weltenergierat.

Die Gewinner des SET Award 2018 für die vielversprechendsten Beiträge zur Energiewende und zum Klimaschutz in sechs Kategorien sind Ionomr Innovations (Kanada) in der Kategorie Emissionsarme Produktion; ForCity (Frankreich) in der Kategorie Intelligente Netze und Plattformen; Coolar (Deutschland) in der Kategorie Energieeffizienz, smarte Geräte und Speicher; Skeleton Technologies (Deutschland) in der Kategorie Innovative Mobilität; SOLHO (Niederlande) in der Kategorie Energie, Wasser und Nahrung; Acacia Innovations (Kenia) in der Kategorie Sonderpreis UN-Nachhaltigkeitsziel 7.

 


Über den Autor
Dipl.-Ing. (FH) Andreas Kühl, Jahrgang 1970; Blogger seit 2006 unter energynet.de. Seit 2017 Moderator im EFM-Slack und seit 2018 Gastblogger für EFM.


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