Der wahre Endgegner der Digitalisierung bei uns im Gespräch

Hier kommt unser sum up zum Meetup „Culture eats Strategy for breakfast, lunch and dinner“ am 12. März 2018 im Digital Hub münster Land

Unser Meetup-Lineup “Culture eats strategy” am 12.03.2018 in Digital Hub münster LAND

Bringt Eure Unternehmenskultur auf das nächste Level und vergesst mal für einen Moment den GuV-Highscore. So hätte der Tenor des „Culture eats Strategy for breakfast, lunch and dinner“ Meetups am 12. März 2018 im Digital Hub münster Land in Münster lauten können. Wer feinsten Output will, braucht noch feineren Input (das klassische Shit-in-Shit-Out-Prinzip). Und den gibt es nur, wenn sich Leute motiviert mit ihren Fähigkeiten, Stärken und Persönlichkeiten ins Unternehmen einbringen können. Organisationen mit einem linien-starren Korsett lassen das nicht zu. Sie sind zu unbeweglich. Kommt noch ein #metheonlyboss-Führungsstil hinzu, bleibt erst recht kein Platz für Eigenmotivation, Kreativität, Teilhabe oder Selbstverantwortung. Diese wird im digitalen Zeitalter jedoch immer wichtiger.

Wenn an der Eingangstür zur nächsten Hierarchiestufe neue Ideen oder innovative Projekte einkassiert und Mitarbeiter in ihre Schranken verwiesen werden, regt das nicht gerade zur Eigeninitiative an. Diese Unternehmenspraktik spornt weder an, noch ermöglicht sie unternehmerisches Handeln. Wer hingegen Freiräume im Unternehmen schafft, Zwänge und festgefahrene Praktiken, die lediglich ein „business-as-usual“ erlauben, beseitigt, wird profitieren. Der kann sich als attraktiver Arbeitgeber für die „Hidden High Potentials“ am Arbeitsmarkt positionieren.

Drei Impulse, drei Blickwinkel, eine Message!

Wie wichtig der Wandel hin zu offenen, zukunftsfähigen und digitalen Unternehmenskulturen ist, brachten alle drei Impulsgeber unseres Meetups zum Ausdruck. Ihre klare Botschaft: Entfacht einen kulturellen Wandel im Unternehmen, weckt Begeisterung und nehmt alle Mitarbeiter auf die Unternehmensreise mit, dann werdet ihr erfolgreich sein! Mit ihren Statements brachten sie das Thema „Unternehmenskultur“ aus drei verschiedenen Blickwinkeln auf das Tablett.

Unsere Meetup-Impulsgeber am 12. März 2018:

  1. Uwe Rotermund, Geschäftsführer der noventum GmbH
  2. Christian Decker, Mit-Gründer von 2changeCulture.com
  3. Christian Dasbach, Gründer der FuckUP Nights Ruhrgebiet.

Nochmal großen Dank für Eure Beiträge!

1. Impuls: Der Aufbau einer Vertrauenskultur lohnt sich

Uwe Rotermund, GF der noventum GmbH Foto: EFM/KR

Wie wichtig die Schaffung einer Vertrauenskultur für die Umsetzung von Innovationsprojekten und zum Erreichen von Unternehmenszielen ist, weiß Uwe Rotermund, Geschäftsführer bei der noventum GmbH. Seit über 20 Jahren lenkt er erfolgreich sein Beratungsunternehmen. Für ihn steht fest, gerade im digitalen Zeitalter kommen Unternehmen nicht umhin, sich ein modernes Organisations-Outfit zu zulegen, um großartige Leute anzuziehen.

Wer es schafft, diese für sein Unternehmen und seine Mission zu begeistern, wird auf allen anderen Ebenen ebenfalls erfolgreich sein. Begeisterung lässt sich vor allem dann entfachen, wenn sich Mitarbeiter voll und ganz mit ihren Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Ideen einbringen können. Das kommt einer gelebten Basisdemokratie gleich. Sich für den Wandel hin zu einer offenen Unternehmenskultur einzusetzen, sei kein leichter, jedoch ein lernbarer und vor allem lohnenswerter Weg.

2. Impuls: Hierarchien gleichen Festungen

2. Impuls über digitale Unternehmenskultur

2. Impulsgeber Christian Decker über digital culture in Unternehmen Foto: EFM/KR

Gemeinsam mit Ramona Zimmerman hat Christian Decker das private Blog 2ChangeCulture.com ins Leben gerufen. Auch sie sind davon überzeugt, dass sich hinsichtlich moderner Organisations- und Führungskultur noch einiges tun muss in Deutschland. Anregungen dafür möchten sie über ihr Blog geben sowie Erfahrungen austauschen.

Aus ihrer Sicht fällt es Unternehmen schwer, sich von althergebrachten Denkweisen zu lösen. Laut Christian Decker ähneln hierarchisch geführte Unternehmen Festungen. Auch diese hätten zum Ziel, Bestehendes zu bewahren. Allerdings, so lehrt die Geschichte, waren sie nur mäßig erfolgreich. Bis heute hat kaum eine Festung überlebt. Er ist überzeugt, auch Hierarchien werden weichen.

In einer digitalen Welt sind sie fehl am Platz, denn sie stehen der Herausbildung von agilen Organisationen im Wege. Wer zügig und schnell vorankommen will, muss in der Lage sein, Entscheidungen vor Ort zu treffen – da wo die Teams und das Know-how sind. Das bedeutet, für das Führungsmanagement, Entscheidungsbefugnisse abzugeben. Digitale Organisationen benötigen, um erfolgreich zu sein, eine digitale Kultur, davon ist Christian Decker überzeugt: #DigitalCulture is the key to business and markets.

3. Impuls: Die Unternehmenskultur finden, die zu einem passt

Christian Dasbach, Gründer der Fuckup Night Ruhrgebiet Foto: EFM /KR

Auf jeden einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen komme es an. Welche Unternehmenskultur am besten zu einem passt, liegt an der eigenen Persönlichkeit und basiert auf individuellen Entscheidungen. Diese Erfahrung hat Christian Dasbach, Gründer der FuckUp Nights Ruhrgebiet gemacht.

Als er feststellte, dass die gelebte Unternehmenskultur einer Bank seinem freiheitsliebenden Naturell nicht entsprach. Er verabschiedete sich von einem festen, sicheren Einkommen und guten Karriereaussichten mit dem Schritt in die Selbstständigkeit. Die Gründung eines Online-Business war für ihn der Ausweg in eine selbstbestimmte Arbeitsweise. Doch trotz früherer beruflicher Erfolge, eigenem Antrieb und Ehrgeiz sowie ausgiebiger Planung und Vorbereitung blieb der Erfolg aus.

Sein Scheitern verwandelte er in eine positive Lebenserfahrung, die er heute anderen Gründern bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen mit auf den Weg gibt. Auf seinen Reisen quer durch die Welt begegnet er vielen digitalen Nomaden, die sich wie er, aus festen Unternehmensstrukturen gelöst haben. Sie arbeiten auftragsbasiert von jedem Ort der Welt. Für ihn steht fest, wenn Unternehmen sich künftig dieses Arbeitskräfteangebot sichern wollen, brauchen sie flexiblere Arbeitsmodelle und offene Unternehmenskulturen, die Spaß, Eigenmotivation und Begeisterung zulassen.

Finally!

Welche Bedeutung das Thema Unternehmenskultur für den unternehmerischen Erfolg hat, wird immer noch gewaltig unterschätzt. Harten Fakten in Form messbarer Unternehmenskennzahlen wird deutlich mehr Beachtung geschenkt. Dabei sind sie ebenfalls Resultat vorangegangener Prozesse und Unternehmensentscheidungen. Wer Innovationen in Unternehmen voranbringen will, braucht „agile-Mindsets“ und Settings. Mit einer Tunnelbohrmaschine lässt sich kaum ins Weltall starten.

Damit wird die in vielen Energieunternehmen gelebte Firmenkultur vom Kopf auf die Füße gestellt und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht das Macht-Wort einzelner Entscheider, sondern die Mannschaft an der operativen Basis bestimmt die Richtung. Agile Arbeitsweisen helfen, dass pro-aktive Miteinander zu fördern. Über Partizipation werden nicht nur Freiräume geschaffen, sondern wird Verantwortung auf viele Schultern verteilt. Die Rolle von Führungskräften als „Kommandanten“ oder „Zugführer“ wird damit obsolet, nicht jedoch die von guten Prozessmanagern, die als Coaches Innovationsprojekte in agilen Organisationen begleiten und führen.

Mit unserem Workshop „Der Kampf um den Kulturwandel zahlt sich aus“ werden wir das Thema im Rahmen der Handelsblatt Jahrestagung „Digitale Energiewirtschaft“ im Juni 2018 in Bonn weiter vertiefen und über Erfahrungen berichten.

Interview mit Timo Eggers

Weitere Infos zur Veranstaltung und Link zur Anmeldung: “Der Kampf um den Kulturwandel zahlt sich aus


Über das Meetup: The energy market revolution. Be part o it in NRW!

Netzwerktreffen für Innovatoren in NRW

Nun schon zum 4. Mal gab es mit unserem Meetup: The energy market revolution. Be part of it in NRW! (jetzt kostenlos anmelden und auf dem Laufenden bleiben) spannende Impulse für Innovatoren der Energiebranche. Bei wechselnden Locations haben wir unsere Roadshow dieses Mal in die Bikerstadt Münster im Digital Hub münster LAND fortgesetzt. Das Meetup: The energy market revolution. Be part of it in NRW! ist der für NRW initiierte Ableger für Innovationen in der Energielandschaft des ursprünglich in Berlin durch Andreas Kuhlmann, dem Vorsitzenden der Deutschen Energie Agentur (dena), ins Leben gerufenen erfolgreichen Meetups. Es ist eine für alle offene Plattform, um sich mit Energie-Startups und Innovatoren der Energiewirtschaft zu aktuellen Themen, Trends und Technologien auszutauschen.


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