Friendly fire – über das Wohl und Wehe von Förderprojekten

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Die Aufnahme in ein Förderprogramm ist für die meisten Forschungs- und Entwicklungsprojekte erstmal eine sehr positive Nachricht. Die Zuschüsse sorgen für eine gute finanzielle Basis und für Planungssicherheit für einen Zeitraum von Teils mehreren Jahren. Dass Förderprogramme nicht ausschließlich Vorteile beinhalten, konnten wir als EFM-Team beim intensiveren Betrachten eines geförderten Projektes lernen.


Wer bereits mit Förderprogrammen in Kontakt gekommen ist, dem dürfte bekannt sein, dass damit ein relativ aufwendiges Berichtswesen einhergehen kann. So sind neben der umfangreichen Projektbeschreibung zu Beginn und einer ausführlichen Abschlussberichterstattung auch regelmäßige Zwischenberichte von teils großem Umfang notwendig.

Das aufwendige Berichtswesen beinhaltet eine relativ detaillierte Projektbeschreibung, in der die geplanten Entwicklungen beschrieben werden. Problematisch ist das jedoch, wenn ein Abweichen von der beschriebenen Technologie nicht möglich ist ohne die Förderung zu gefährden. Ein wesentlicher Faktor, der Start-ups so attraktiv macht, ist die Fähigkeit sich sehr schnell anzupassen, wenn sich der Markt verändert oder die grundlegenden Annahmen nicht völlig zutreffend waren. Genau diese Fähigkeiten sind unserer Ansicht nach entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung eines Geschäftsmodells. Daher ist eine derartige Beschränkung ein echtes Hemmnis für den Erfolg eines geförderten Projektes.

Förderprojekte haben häufig die Anforderung, dass sie von mehreren Partnern aus verschiedenen Bereichen gemeinsam bearbeitet werden müssen. Was auf den ersten Blick als durchaus positiv und sinnvoll erscheint, führt bei genauerer Betrachtung durchaus zu Problemen. Das Projektmanagement ist in besonderer Weise gefordert, die Aktivitäten aller beteiligten Partner zu koordinieren und mögliche Blockaden aus dem Weg zu räumen. Das ist insbesondere der Fall, wenn nicht alle Projektpartner dem Projekt den gleichen Stellenwert einräumen. Es gibt sicherlich auch Fälle, wo Förderprojekte auch dazu genutzt werden, um komplette Stellen zu finanzieren, auch wenn diese nur zum Teil an dem Projekt beteiligt sind.

Neben den organisatorischen Herausforderungen stellt sich zum Ende eines Projektes auch die Frage nach der weiteren Verwendung der erzielten Ergebnisse. Besonders, wenn die Konstellation der Projektpartner sich verändert, ist es schwierig eine sinnvolle Bewertung der Zwischenergebnisse vorzunehmen und eine entsprechende Übereinkunft zu treffen.

Letztendlich muss jeder selber abwägen, ob die Vorteile oder die Probleme eines geförderten Projektes überwiegen. Wir als EFM-Team würden allerdings sehr genau schauen, ob die Förderbedingungen tatsächlich zum gewünschten Projekt passen oder ob diese zu sehr einschränken.


Über den Autor
M. Sc. Stefan Lammers, Jahrgang 1984; Studium der Betriebswirtschaftslehre (Energiewirtschaft & Finanzwirtschaft) an der Universität Duisburg-Essen.

  • Seit 2014 Risikomanager der Quantum GmbH
  • Seit 2015 Mitglied im Energie-für-Morgen-Team

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